14. Juni 2017 Elxleben

Ein Training der anderen Art: Rollstuhlrugby

#Vereinsleben#Jugend#Teamevent
Ein Training der anderen Art: Rollstuhlrugby

Respekt, Toleranz und brennende Schultern

Am 14. Juni 2017 stand für die Jugend der Ki Tai Jutsu Sparte aus Ilmenau und Langewiesen ein ganz besonderes und vor allem völlig ungewohntes Training auf dem Programm: Wir waren zu Gast bei den "Bulls Thuringia" im Rollstuhlrugby in Elxleben. Statt auf der gewohnten Kampfsportmatte fanden wir uns plötzlich in speziell angefertigten Sportrollstühlen auf dem Hallenboden wieder.

Eine körperliche Grenzerfahrung

Die größte Erkenntnis des Tages kam für viele schon nach den ersten Metern auf dem Platz: Sich im Rollstuhl fortzubewegen, ist für jemanden, der das im Alltag nicht gewohnt ist, bereits anstrengend genug. Darin dann aber auch noch einen schnellen und taktischen Sport auszuüben, verlangt einem körperlich alles ab. Die Arme und Schultern brannten schnell, und der Respekt vor der Leistung der Athleten stieg mit jeder gespielten Minute.

Die Profis der Bulls Thuringia spielen diesen knallharten Sport teilweise schon seit vielen Jahren. Wenn sie unter Wettkampfbedingungen antreten, kracht es auf dem Feld gewaltig. Bei uns als Gästen nahmen sie natürlich große Rücksicht, ließen uns in Ruhe ins Spiel finden und gaben tolle Tipps zur Fortbewegung und Ballbehandlung.

Nicht nur die Jugend, auch die Trainer durften ran: Torsten ließ es sich nicht nehmen, sich selbst in den Rollstuhl zu setzen, und stellte bei einigen Spielzügen fest, wie viel Kraft und Koordination dieser Sport wirklich erfordert – was aber offensichtlich auch mit einer Menge Spaß verbunden war.

Trainer Torsten probiert sich im Rollstuhlrugby

Dieser Ausflug war eine extrem wertvolle Erfahrung für uns alle. Er hat nicht nur sportlich völlig neue Eindrücke vermittelt, sondern stand vor allem ganz im Zeichen von Respekt und Toleranz. Ein großes Dankeschön an die Bulls Thuringia für diese geniale Trainingseinheit!